SEO Aktivität und der ROI fürs Unternehmen

Als in Inhouse SEO gehört es zu meinen regelmässigen Aufgaben in Meetings Ausgaben für SEO zu begründen. Das ist auch gut so, denn nur wenn am Ende der Kampagne mehr Geld reinkommt, als ausgegeben wurde mache ich einen guten Job. Im Gegensatz zur SEA (bezahlte Suchanzeigen) bekomme ich aber beim SEO ja keine direkte Auswertung meiner Mehraufwendung in Clicks, Transactions und Revenue. Vielleicht einer der Gründe warum Entscheidungsträgr lieber in SEA investitieren als in SEO. Für uns SEOs aber auch immer ein Ansporn unsere Arbeit effizienter, transparenter und erfolgreicheu machen.

Nun bin ich bei der Lektüre meiner Fachmedien auf eine Infografik gestossen, die verspricht genau dieses Problem zu beheben!

Meiner Meinung nach sollte man als SEO immer aus seinen Verantwortungsbereich hinweisen: Nämlich dass man für den Traffic (die Besucherzahlen) aus dem organischen Bereich von Google verantwortlich ist. Der Umsatz wiederum ist auch von der PR, vom Team Websites (Conversions) oder dem Pricing beeinflusst.

How to Calculate the ROI of Your SEO Campaign
Courtesy of: Quick Sprout

SMX München 2014 – Pressemitteilung

Die SMX in München 2014 ist vorbei. Und ich habe es mit meinem Statement in die offizielle Pressemittleilung gebracht!

„Die besten Sprecher“

Auch für Heiner Tappe, SEO Manager bei Sixt, hat sich sein bislang dritter Besuch auf der SMX München ausgezahlt: „Die SMX ist die Veranstaltung in Deutschland, bei der ich die wichtigen Leute aus der Suchmaschinenmarketing-Branche treffe und klar die besten Sprecher vorfinde. Wo hat man sonst schon die Möglichkeit, Leute wie Karl Kratz, Marcus Tober, Marcus Tandler oder auch Rand Fishkin live zu erleben – und mit ihnen zwanglos ins Gespräch zu kommen? Da fällt es nur schwer, dass man sich immer für nur eine Session entscheiden muss. Ich nehme sowohl hinsichtlich technischem SEO als auch Content Marketing unzählige Impulse für meine Arbeit mit.“
Auch Jorge Reyes, Head of Online Marketing & Digital Analytics bei myphotobook, sieht in der SMX „eine tolle Gelegenheit sich auszutauschen, den eigenen Wissenstand zu aktualisieren und zu erweitern.“ Er ergänzt: „Die neue Location hat mir sehr gut gefallen und bot viel Raum zum Netzwerken. Freue mich schon auf die SMX 2015.”

Die SMX München war nicht nur wegen eines Fotos mit SEO Superstar Rand Fishkin ein Erfolg.

Heiner Tappe & Rand Fishkin & Max Hitzler auf der SMX

Heiner Tappe & Rand Fishkin & Max Hitzler auf der SMX (Quelle: eigenes Photo)

Ein Recap der Messe folgt bald. Der Dank geht an Rising Media mit Sarah Finlay und Ihr Team für die beeindruckende Organisation der Messe.

Rückblick auf die SMX

Gerade komme ich von der SMX wieder (Search Marketing Expo). Kurz zusammengefasst auf englisch lässt sich die SMX 2014 in München so zusammenfassen:

“Bing = But it’s not Google”

3 B`s : „Be creative! Become a Brand! Bing is not dead“

Da es aber an den 2 Tagen SMX noch viel mehr spannendes gab habe ich mich für den ausführlichen Weg entschieden.

Die wie ich finde wichtigsten Vorträge will ich hier gerne mit einigen Bulletpoints wiedergeben und direkt danach Handlungsempfehlungen ableiten. Schliesslich sind viele Vorträge (insgesamt 55!) auf der SMX im Gegensatz zur Campixx eher strategischer Ausrichtung und weniger operativ.

Wenn Ihr nebenbei SEO hören oder sehen wollt sei euch das Webmasters on the Roof empfohlen mit der unwiderstehlichen Mischung von Fishkin, Kratz und Tandler.

Aber legen wir los:

Eröffnung und Keynote mit Rand Fishkin: The SEO Revolution will not be televised

Zur Präsentation

  • G+ Posts erscheinen erstaunlich prominent in Google Ergebnissen
  • Die US-Top-10-Domains haben in den letzten 24 Monaten 27% Sichtbarkeit gewonnen
  • Onpage Optmization Einfluss wächst nach Jahren des Schrumpfens.
  • Content marketing funktioniert nicht: U need outstanding content.
  • SEO Früher sagte Google: Spam ist unser Problem. Seit 2012 macht es Google zu eurem Problem.
  • Kurzfristige Ranking-Strategien sind out, sagt Rand. „Those who aren’t building brands will struggle mightily in the years ahead“
  • Google hat SEOs zu Brand Buildern gemacht, da Brands besser ranken und dem User Sicherheit garantieren sollen (UND: Rand hat wirklich „Sixt“ bei „car rental munich airport“ genannt!!!)

Marcus Tober, Rand Fishkin: Die wichtigsten Suchmaschinen Ranking Faktoren

Zur Präsentation von Rand

  • Ausführliche Searchmetricsstudie in wenigen Wochen
  • Social als Rankingfaktor hat abgenommen
  • Sitespeed a stronger ranking factor then ever before
  • Keywords in Meta Tags nehmen in #1 ab – Google preferiert Brands
  • Rankingfaktor Linkpop schwächer, Rankingfaktor Visibility der Backlinks stärker
  • Top 10 Rankings haben im Schnitt: Keyword 7 mal im body und 650 Zeichen Text
  • Rands Rankingfaktor No.1: Page Authority
  • Keyword Anchors für .com weniger wichtig als in .co .uk

Jan Hendrik Merlin und Daniel Herndler Search Engine Friendly Design SEFD-Teil 1: für Ecommerce-Teil 2: für Content Provider

Zur Präsentation: 1

  • Best Practise Wikipedia – Bot sieht Content zuerst
  • Rich Snippet testing Tool lohnt sich zu testen
  • Google liebt Baumkategorien, daher Breadcrumbs sinnvoll!
  • Title von Websiten auch für Social Networks anpassbar: „og:title“
  • Noindex setzen suboptimal, weil Seite weiter indexiert wenn verlinkt
  • Google bemisst jeder seite nur ein gewisses Crawl Budget zu
  • Gute Beispiele für SEFD: jemeda.de, nytimes.com
  • Brand nach vorne in den Snippets erzeugt Trust
  • Marktführer können mit Cuplicate Content durchkommen
  • Don`t try to beat them in their game – be different!

Die drei wichtigsten Gewohnheiten der effektivsten Online Marketer Keynote mit Frederick Vallaeys

  •  Google versucht Wisdom oft he Crowd zu nutzen
  •  Google testet bis zu 6000 SERP-Änderungen pro Jahr, davon schaffen’s ca. 600
  • Google ist ein innovatives Unternehmen, dass kreative Arbeitsplatzumgebung schafft
  • Google is always a/b testing everything!

Hummingbird, Google Now und Knowledge Graph: Wie Google von der Suchmaschine zur wirklichen Antwortmaschine wird von Marcus Tandler

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Fragebogen zur SEO Blogparade

Wie bist Du zu SEO gekommen?

Als ich 2008 zum Studieren nach Australien gegangen bin fing alles an mit einem Blog, den ich für meine Freunde und Familie anfing zu schreiben. In Australien hatte ich viel zu berichten, das Schreiben ging mir leicht von der Hand. Also führte ich meine Tätigkeit auch neben dem Studium in München weiter aus. Irgendwann begann ich mich dafür zu interessieren wer, wann, wie, wie lange, wieoft und über welchen Kanal auf meinen Blog gelangt. Als Source ganz vorne stand Google. So fuhr ich die erste Auswertung und begann über die Optimierung der Website nachzudenken. Nach den wirtschaftlichen Grundlagen durch das studium an der Hochschule München konnte ich schliesslich meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen.

 

Welches war Dein erstes Webprojekt (wenn Du ein eigenes hattest, ansonsten auslassen)?

Wie oben genannt war es wohl mein eigener Freeblog „into the wild“.

Was hat sich für Dich seit dem Beginn von SEO geändert?

Tatsächlich hat sich v.a. in den vergangenen 3 Jahren die Arbeit grundlegend geändert. Zu Beginn war die Suchmaschinenoptimierung zu Beginn eine reine online -Spezialdisziplin wo mit Tricks und Kniffen gegen den Google Algorithmus gearbeitet wurde. Immer mehr wurde aber SEO dann zu einer Querschnittsdiziplin im Unternehmen. SEO ohne klassisches Marketing, Social Media und Qualität im Webauftritt ist heute (zum Glück) nicht mehr vorstellbar.

Wie erklärst Du Unbeteiligten, die sich nicht im Internet auskennen, was Du genau machst?

Meistens versuche ich SEO mit einem Satz zu erklären, wie die Abseitsregel beim Fussball, z.B. so:

„SEO sind alle Tätigkeiten um über den unbezahlten Teil der Google Suche besser positioniert zu sein als die Konkurrenz plus die Umwandlung der guten Positionierung in einen Besucher meiner Website“

Welche Tools nutzt Du hauptsächlich?

Ehrlichgesagt wird unterschätzt wieviele Daten man bereits aus den hauseigenen Google Tools Analytics und Webmaster Tools ziehen kann. Ansonsten benötige ich gute Rankinganalyse Tools wie AWR und zur Beurteilung einer Website Sichbarkeitsindizes wie SISTRIX, Searchmetrics plus die Backlinkanalyse durch Majestic SEO oder den Open Site Explorer.

Wie sieht Deine Arbeitswoche aus? Wie viel arbeitest Du?

Als glücklicher Inhouse SEO arbeite ich im Rahmen meines Arbeitsvertrages und sehe einfach zu dass die SEO-Performance stimmt. Ob es dann mal mehr oder weniger Überstunden werden ist mir eigentlich egal. Wichtig finde ich, dass in der Arbeitswoche die Analyse nicht zu kurz kommt. Gerade wenn man Aufgaben ans Team weiter verteilt werden, möchte ich gnadenlos effizient Arbeiten. Natürlich mache ich mir auch privat Gedanken über SEO und lese bereits auf dem Weg zur Arbeit (nich im Auto: S-BAHN! ;-)) alle Neuigkeiten aus meinem SEO Feedreader ==> siehe Lektüre. Da die SEO Taktung häufig aus den USA kommt, kann man so morgens schon viel Neues erfahren.

Was gefällt Dir an SEO am meisten?

Genial finde ich, dass sich die SEO-Arbeit recht gut über Traffic und Transactions in Zahlen messen lässt. Das haben wir eindeutig dem klassischen Marketing voraus. Ausserdem macht es Spass in einem Segment zu arbeiten, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt und anerkannt wird.

Was magst Du nicht an SEO?

Natürlich hängt meine tägliche Arbeit am Tropf von Google bzw. des Algorithmus. Ein Teil meiner Tätigkeit war es bereits Änderungen der Vergangenheit rückgängig zu machen. Die oben angesprochene Verzahnung mit dem Brand-Marketing und Social Media lässt SEO aber nun auch strategisch planbarer machen.

Wie sieht SEO in fünf Jahren aus?

Das kommt darauf an, welche Ideen Google noch so hat seinen Algorithmus anzupassen. Die Bedeutung von Links wird wohl noch weiter abnehmen (Yandey verzichtet ja ganz darauf) und Branding und super Content + saubere Website-Technik werden zunehmen. Aber wissen wir das nicht schon seit langem? „Content is King“.